Erstkommunion

Ein anderer Weg zur ersten Kommunion

Nach den positiven Erfahrungen aus dem letzten Jahrgang findet auch für die Kinder, die momentan das 3. Schuljahr besuchen, ein anderer, neuer Weg der Erstkommunionvorbereitung statt.

Hier die Ziele des neuen Weges:

Es soll ein wirkliches Fest geben, das die Freundschaft Jesu mit den Kindern feiert.
Es soll für alle Beteiligten (Kinder, Eltern, Katechet*innen, Gemeinde) eine gute Erfahrung sein. 
Es soll eine Erinnerung an die Taufe geben, mit der die Freundschaft mit Jesus angefangen hat.
Es soll eine nachhaltige Wertschätzung für das Sakrament der Eucharistie entstehen. 
Die Kinder sollen einen Zugang zur Bedeutung und zum Geheimnis dieses Sakramentes finden und sich auf die regelmäßige Teilnahme freuen.

Das gelingt am besten, wenn die Eltern sich mit auf den Weg machen.

Die Elemente des Weges sind:

  • Erinnerung an die eigene Taufe mit Segnungsfeier am Weißen Sonntag
  • Kommunionkurs für die Kinder mit 4 Treffen
  • Feier der ersten Kommunion im Gemeindegottesdienst

Den Auftakt bildet ein Elternabend, der Termin wird frühzeitig bekanntgegeben.

Die Kinder erhalten die Einladung über die Schulen. Sollten Sie keine Informationen erhalten haben, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro bei Gemeindereferent Matthias Beer (matthias.beer@bgv-trier.de, 01516/5801935).


Kommunionkurs

Hier findet ihr Infos und Material zu unseren Treffen. Wir haben hier Bilder, Lieder, Texte und Wissenswertes zusammengestellt, damit ihr zuhause noch weiter nachdenken und miteinander reden könnt über das, was wir in den Treffen erlebt haben.

erstes Treffen (11. Mai)

Wir haben mit einem gemeinsamen Lied angefangen. Ihr könnt es hier noch einmal hören und mitsingen:

Komm her, freu dich mit uns.

Eine Reise nach Korinth

Wir haben eine Reise unternommen. Wir sind nach Korinth gereist – wenn auch nur in unseren Gedanken. Da war eine ganze Menge los: Menschen aus allen Ecken der Welt, aus allen möglichen Ländern lebten in Korinth. Menschen aus Griechenland, aus Rom, aus der heutigen Türkei, aus Ägypten und anderen afrikanischen Ländern; Große und Kleine; Freie und Sklav*innen; Alte und Junge.

Das Herz der Stadt war der Hafen. Hier kamen die Menschen an, hier arbeiteten sie, hier handelten sie. Viele verschiedene Sprachen waren in dem Treiben zu hören.

Und mitten drin gab es Menschen, die sich selbst als Freund*innen von Jesus bezeichneten. Jesus getroffen hatte niemand von ihnen, aber sie hatten von ihm gehört. Paulus – ihn werden wir noch besser kennenlernen – hatte ihnen von Jesus berichtet. Die Freund*innen von Jesus trafen sich regelmäßig, um an Jesus zu denken. Das machten sie nicht in einer Kirche, wie wir das heute meistens tun, sondern zuhause.

So sahen damals die großen Häuser aus.

Die Freund*innen von Jesus brauchten ein Erkennungszeichen. Auch wir haben heute ein Zeichen, das wir als Begrüßung im Gottesdienst machen. Damit sagen wir: Ich bin ein*e Freund*in von Jesus. Das ist das Kreuzzeichen.

Ein anderes wichtiges Erkennungszeichen der Freund*innen von Jesus ist das Brot. Jedes Mal, wenn sie zusammenkommen teilen sie miteinander das Brot. Die Kinder haben ein kleines Stück von diesem einfachen Brot mit nachhause genommen. Es besteht nur aus Mehl und Wasser. Schaut es euch gemeinsam an, sprecht darüber, nehmt es unter die Lupe…

Und dann geht es nächste Woche weiter.

zweites Treffen (20. Mai)

Beim zweiten Treffen haben wir zuerst darüber berichtet, wie es mit dem Stück Brot zuhause weiterging: Es wurde angeschaut, erforscht, probiert, besprochen. Dann haben wir gemeinsam überlegt, warum die Leute in Korinth das Brot gebrochen und ausgeteilt und gegessen haben.

Es ging um ihre Freundschaft mit Jesus, wenn sie gemeinsam zu Abend gegessen haben. Damals gab es keine Bücher oder Fotos oder Videos, die sich die Leute in Korinth hätten angucken können, um sich an Jesus zu erinnern. Das kennen wir auch: das Kuchenrezept von der Oma; die Mehlklöße, die nur Mama machen kann; de Kirmessüßigkeiten, die ich immer mit Opa gegessen habe…

Die Gemeinschaft in Korinth war von einem Mann mit dem Namen Paulus gegründet worden.  Er lebt 18 Monate dort und sammelte ganz unterschiedliche Leute. 5 Jahre später schreibt er ihnen einen Brief.

Paulus beim Schreiben des Briefes… er hat sich mit anderen Leuten beraten, hier mit Timotheus und Thekla. Den Brief nach Korinth hat er 5 Jahre nach seiner Zeit in Korinth geschrieben, aus der Stadt Ephesus, heute in der Türkei.

Paulus schreibt:

Folgendes habe ich vom Herrn empfangen und euch überliefert:
In der Nacht, in der unser Herr Jesus verraten wurde,
nahm er ein Brot, dankte Gott dafür,
brach es in Stücke und sprach:
»Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Feiert dieses Mahl immer wieder und denkt daran,
was ich für euch getan habe, sooft ihr dieses Brot esst!«

Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch mit Wein,
reichte ihn seinen Jüngern und sprach:
»Dieser Kelch ist der neue Bund zwischen Gott und euch,
der durch mein Blut besiegelt wird.
Sooft ihr aus diesem Kelch trinkt,
denkt an mich und an das, was ich für euch getan habe!«

Denn jedes Mal, wenn ihr dieses Brot esst und aus diesem Kelch trinkt,
verkündet ihr, was der Herr durch seinen Tod für uns getan hat, bis er kommt.

Jetzt wissen wir, was das Brot teilen bedeuten soll….
Wir erinnern uns an des letzte Abendessen von Jesus mit seinen besten Freund*innen. Wir nennen es „Abendmahl“.

Das Brot bedeutet für uns viel mehr als einfach nur Brot. Das klingt verrückt: Das Brot ist der Leib Christi, das Brot ist Jesus selbst.

Aber so etwas Ähnliches kennen wir alle. Es gibt Dinge, die für uns ganz wertvoll sind, obwohl man es ihnen vielleicht nicht ansieht. Die Geschichte, die hinter den Dingen steckt, macht sie für uns wertvoll.

Nur ein alter Teddybär. Oder vielleicht doch was ganz Wertvolles?

Überlegt doch mal zuhause, ob ihr auch solch Erinnerungsstücke findet.

Und beim nächsten Mal geht es mit unseren Erinnerungen und Geschichten weiter – und mit der Geschichte von Jesus und den Leuten in Korinth.

drittes Treffen (1. Juni)

Beim dritten Treffen haben wir zuerst geschaut, was ihr alles für Erinnerungsstücke gefunden habt: das Heiligenbild, das an die Uroma erinnert; das Kuscheltuch, das Papa gekauft hat; der Engel aus Ton, den es als Geschenk zur Geburt gab; und, und, und…

Besondere Gegenstände erzählen Geschichten und wir erzählen diese Geschichten weiter. So entsteht durch diese Erinnerung eine Gemeinschaft über Zeit und Raum.

Das Brot, das uns an das letzte Mahl von Jesus mit seinen Freund*innen erinnert, ist auch so ein Gegenstand, der durch die Erinnerung eine Gemeinschaft schafft. So war das auch in Korinth, die Menschen kamen zusammen, um sich an Jesus zu erinnern. Sie wollten spüren, dass er bei ihnen ist, auch wenn sie ihn nicht mehr sehen konnten. Leider lief in Korinth nicht alles glatt… Das könnt ihr hier bei Paulus nachlesen:

Wenn jede*r nur an sich denkt, dann können wir uns nicht gemeinsam an Jesus erinnern. Das Brotbrechen ist deswegen ganz wichtig, wenn wir Kommunion feiern.

Jesus hat immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, für andere da zu sein und sich nicht nur um sich selbst zu kümmern. Jesus hat so viele Dinge getan und erzählt, dass wir in jedem Gottesdienst eine andere Geschichte hören. Bevor wir diese Texte hören, sprechen wir gemeinsam ein kurzes Gebet.

Wenn wir zusammenhalten und füreinander da sind, dann entsteht eine echte Gemeinschaft, so wie Jesus uns das vorgelebt hat und wie Paulus es denn Menschen in Korinth geschrieben hat. Niemand soll allein am Rand stehen. Das ist einfacher gesagt, als getan.

Beim nächsten Mal schauen wir dann ganz genau auf das Brot, das wir gemeinsam brechen. Ist das wirklich nur ganz einfaches Brot?

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