Basilika St. Matthias

Die Basilika St. Matthias ist die zentrale Kirche unserer Pfarrgemeinde. Als Abtei-Kirche ist von jeher eng verknüpft mit der an sie angegliederten Benediktiner-Abtei St. Matthias. In ihrem Inneren befindet sich das Grab des Apostels Matthias, zu dem jährlich viele Menschen pilgern.

Die Bedeutung heute

Zentrale und namensgebende Pfarrkirche unserer Gemeinde ist die Basilika St. Matthias, in der ein Großteil der Gemeindegottesdienste (Eucharistiefeiern, Taufen, Trauungen, Beerdigungen) stattfindet.
Stark geprägt ist die Basilika ebenso von ihrer Funktion als Abteikirche der Benediktinermönche, die hier zu ihren für die Gemeinde offenen Gebeten zusammenkommen, die zahlreichen Pilger betreuen und sich auch in die Pfarrseelsorge einbringen.
Große Bedeutung hat die Basilika als Wallfahrtskirche: Das ganze Jahr über kommen Gruppen und Einzelpilger zum Grab des Apostels Matthias, dem einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen.
Bis an den Anfang kirchlichen Lebens in Trier (3. Jahrhundert) zurück weist die Funktion der Basilika als Grabkirche der ersten Trierer Bischöfe Eucharius und Valerius, deren Sarkophage sich in der Krypta befinden.
Heute ist die ganztags (vom Morgengebet bis 20.00 Uhr) geöffnete Basilika auch beliebter Ort für das persönliche Gebet für Touristen, Pilger, Gäste der Abtei oder Besucher des an die Kirche angrenzenden Friedhofs.
(MLL)

Der Kirchbau

Die Fassade der Basilika mit ihrem romanischen Kern, den barocken Portalbauten und der klassizistischen Turmbekrönung ist das markante Wahrzeichen des Ortes. Der Innenraum wird geprägt durch die wuchtigen romanischen Pfeiler und die spätgotischen Einbauten der großen Chorfenster und des reich verzierten Gewölbes. Das geschichtlich Gewachsene mit heutigem gottesdienstlichem Leben zu erfüllen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren sind bestimmende Elemente der Raumgestaltung. Mittelpunkt der Kirche ist die Vierung. Hier haben Altar und Ambo ihren Ort. Um sie versammeln sich Mönche, Mitglieder der Pfarrei, Pilger und Gäste zur Feier der Eucharistie und des Stundengebetes.
Besondere Aufmerksamkeit gilt weiter den Gräbern der Bischöfe in der Krypta, der Grablege des Apostels im Hauptschiff der Kirche und dem „Mattheiser Gnadenbild“, einem Marienbild in der nördlichen Seitenchorkapelle.
Sehenswert sind die Rekonstruktion der spätantiken Schrankenanlage in der Krypta, die romanischen Chorschranken im Hochchor, die darüberliegenden Chorfenster mit der spätgotischen Kreuzigungsszene und der rahmenden Erweiterung (1994/95), die Empore und ein barockes Altarretabel mit Szenen aus der Eucharius-Legende. (Bruder Jakobus Wilhelm OSB)

Glocken

Seit 1965 besitzt St. Matthias ein fünfstimmiges Geläut mit den Schlagtönen c‘-d‘-e‘-g‘-a‘, das von der Glockengießerei Mabilon in Saarburg gegossen wurde. Der Guss der ursprünglich geplanten großen Glocke in a unterblieb leider bis heute. (Bruder Jakobus Wilhelm OSB)

Die Orgel

Die Orgel steht im südlichen Querhausarm. Sie ist ein Werk der Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH aus dem Jahr 1977. Es handelt sich um eine Schleifladenorgel mit einer mechanischen Spiel- und einer elektrischen Register-Traktur. 39 klingende Register verteilen sich auf drei Manuale und ein Pedal. Zwei Werke sind mit Schwellern ausgestattet. Die Orgel verfügt über mechanische und elektrische Koppeln, Zungen-Absteller sowie über 3 feste Kombinationen und 6 Setzer-Kombinationen. Die Disposition der Orgel finden Sie hier.
(Bruder Jakobus Wilhelm OSB)

Zur Geschichte des Beringes der Abtei St. Eucharius – St. Matthias (1750 Jahre christliche Gemeinde)