Friedhof St. Matthias

Der alte, traditionsreiche Friedhof St. Matthias erstreckt sich zwischen der Basilika und der Aulstraße. Er ist Eigentum der katholischen Kirchengemeinde St. Matthias und wird von ihr verwaltet.

Vergabe der Grabstätten

Der Friedhof diente lange Zeit der Bestattung derjenigen Personen, die bei ihrem Tod Pfarrangehörige der Kirchengemeinde St. Matthias waren oder ein Recht auf Bestattung bzw. Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte besaßen. Heute können auch Menschen aus anderen Pfarreien ein Grab erwerben. Der Friedhof ist eine christliche Begräbnisstätte, steht aber auch Personen offen, die einer nichtchristlichen oder keiner Religionsgemeinschaft angehören. Im Einzelfall entscheidet die Friedhofsverwaltung.

Mögliche Grabstätten

Sie können zwischen folgenden Grabstätten wählen:

  • Reihengrabstätten (Erdbestattung, der Reihe nach belegt)
  • Wahlgrabstätten (Erdbestattung, Ein- und Mehrstellengrabstätten – Lage nach Absprache mit den Angehörigen
  • Urnenreihengrabstätte (der Reihe nach belegt)
  • Gemeinschaftsgrabstätte als anonymes Gemeinschaftsgrabfeld
  • Gemeinschaftsgrabstätte (Erd- und Urnenbestattung) mit Namen und Geburts- und Sterbedaten an einer zentralen Stele

Die Öffnungszeiten des Friedhofs werden an den Eingängen durch Aushang bekannt gegeben.

Über Ruhedauer, Gestaltungsvorschriften bei Grabmalen und Einfassungen, Grabpflege und Gebühren informiert die Friedhofsverwaltung (Friedhofs- bzw. Pfarrbüro).

Die Nutzung der Kirche St. Matthias und der Marienkapelle bei Trauerfeiern wird mit der Friedhofsverwaltung bzw. dem Zelebranten abgesprochen.

Besonderheiten

Auf dem Friedhofsgelände befinden sich zwei Kapellen:

Die Marienkapelle stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde unter dem Wirken des Abtes Jakob von Lothringen erbaut, der seine Grabstelle in einem Hochgrab aus schwarzem Marmor fand.
Auch diese Kapelle erlitt das Schicksal vieler Gotteshäuser nach der Säkularisation und wurde 1809 niedergelegt. Allerdings waren Reste der Süd- und Westwand erhalten und 1975 wurde sie mit Hilfe alter Pläne wieder als Totenkapelle rekonstruiert und in die Liturgie bei Beerdigungen miteinbezogen. (Datenbank Kulturgüter in der Region Trier)

Die Marienkapelle; Foto: MLL

Die Quiriniuskapelle; Foto: MLL

Noch erhalten ist die Quirinuskapelle, ein 1287 geweihter Zentralbau mit sechseckigem Grundriss. Unter der Kapelle befindet sich die Albanagruft, ein tonnengewölbter Raum mit Apsis. In der Mitte steht ein reliefierter römischer Sarkophag mit noch originaler Farbfassung. Am Sarkophagdeckel sind Porträts einer Verstorbenen und ihres Mannes skulptiert – wahrscheinschlich entstanden um 270 n. Chr. Man vermutet, dass es sich um die reiche Witwe Albana und ihren Gemahl handelt, in deren Haus sich mit Eucharius und Valerius die erste Christengemeinde in Trier versammelte.

An Hinter der Marienkapelle und im Schatten der Klostermauer befindet sich der zum Gemeindefriedhof offene Mönchsfriedhof. Metallene Buchplatten auf angewinkelten Sockeln aus rötlichem Sandstein. markieren die Einzelgrabstätten der in den letzten Jahren verstorbenen Mönche. Die Namen früherer Mönche kann man nachlesen auf den Metallblättern des auf einem Pult ausgelegten Buch.

Weitere Informationen zu Beerdigungsfeier und Trauerbegleitung finden Sie hier.

Wenn Sie einen virtuellen meditativen Spaziergang über den Friedhof von St. Matthias machen wollen – hier finden Sie den Beitrag von Wolfgang Raab auf dem „Offenen Kanal Trier“:

Hier finden Sie unsere Friedhofssatzung.

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